Rückblick nach einem Jahr

Die erste Bootsaison 2016 mit unserem neuen Boot ging erfolgreich im Oktober zu Ende. Die ersten Herbststürme zogen schon durchs Land bevor das Boot das Wasser verließ. Viel Zeit ist inzwischen ins Land gegangen. Vieles hat sich am Boot verändert. Ich habe den Winter genutzt um das Schiff auf vordermann zu bringen. Meine größte Hilfe war ein sehr guter Freund! Ohne ihn wäre dies alles nicht möglich gewesen. Zuerst flog der Motor raus und wurde trocken in einer Halle untergebracht. Das Z-Getriebe wurde demontiert und in eine Fachwerkstatt gebracht wo es ein komplett neues Unterteil bekam. Dann ging es an den Motorraum. Die alte Dämmung oder besser gesagt was von ihr übrig geblieben ist, wurde entfernt. Die Rückwand wurde verkleidet mit Schwerschaum-Absorptionsplatten von aixFOAM und der Maschinenraumdeckel mit Schalldämmplatten von QL Volvo Penta. Schon mal vorab, der Geräuschpegel wurde deutlich gesenkt! Hat sich also richtig gelohnt! Zumal die alte Dämmung sich bereits auflöste und demzufolge der Motorraum auch aussah! Als nächstes flog der Trinkwassertank raus und der gesamte Motorraum wurde gereinigt. Anschließend habe ich den Motorraum mit grauer Danboline Bilgenfarbe von International gestrichen. Eine neue automatische Bilgepumpe Rule-Mate 1100 wurde verbaut und alle elektrischen Leitungen neuverlegt bzw. ausgetauscht. Im Motorraum war ein alter Borddurchlass für eine Trinkwassergewinnungsanlage verbaut. Dieser wurde durch einen V4A Durchlass ersetzt und mit einem Blindstopfen versehen. Auch im Kabinenraum wurde der Plastikborddurchlass mit Kugelhahn durch V4A Material ersetzt! Damit der Motorraum heller und sparsamer beleuchtet wird, haben wir günstige 4 LED Leisten verbaut. Diese schalte ich am Fahrerstand ein und aus. Die alten Blower Lüftungsschläuche waren so porös das sie überall eingerissen waren. Diese haben wir auch alle erneuert! Dadurch das der Motor raus war hatten wir ja mehr Platz. Das nutzten wir aus und verlegten einen neuen Lenkbowdenzug von Teleflex in 16ft. Auch das Lenkgetriebe wurde getauscht und durch ein neues ersetzt. Der Motor bekam neues Servopumpenöl, Zündkerzen, Thermostat und einen neuen Impeller. Motoröl wird eh immer getauscht. Der Trinkwassertank wurde wieder eingebaut und anschließend kam der Motor wieder rein. Der Motorraum war damit abgeschlossen. Weiter ging es am Z-Antrieb. Neue Bälge wurden eingebaut. Dieses Jahr fahre ich mit einem Abgasbalg. Ohne Abgasbalg ist was für Freaks, aber nicht für mich. So ist es angenehmer und hört sich immer noch gut an. In der Plicht befand sich ein zweiter Kühlschrank den wir rausgerissen und entsorgt haben. Uns reicht einer in der Kabine. Dafür haben wir nun mehr Stauraum. Ich kaufte eine Stauklappe und mein Kumpel der Tischler ist, fertigte einen passenden Rahmen dafür an. Sieht einfach genial aus! Die Spardose war noch nicht ganz leer. Also ging es weiter. Das alte Cockpit war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Ein neues musste her. Alle Amaturen samt Schalter und Sicherungen wurden entfernt und beschriftet. Schnell war ein Lackierer in der Nähe ausfindig gemacht der Wassertransferdruckverfahren anbietet. Die passende Folie war schnell gefunden und der Preis ausgehandelt. Das Cockpit bekam als Abschluß 2 Schichten Keramiklack. Zu guter letzt haben wir gleich noch in ein neues Lenkrad investiert. Das Highlight und der größte Wunsch meiner Familie war, das die Reling so verändert werden muss, das man bequehm aufs Boot kommt, ohne einen beherzten Sprung über die Reling. Wir haben uns eine Schablone aus einem Wasserrohr gebogen und einem Edelstahlbauer vorgestellt. Der bog mir eine neue Reling aus V4A Rohr und nach einigen Änderungen konnten wir sie endlich am Boot anschweißen. Unglaublich was das jetzt ein Unterschied ist wenn wir unser Boot betreten. Ein Traum. Natürlich war noch kein Ende in Sicht. Ein Segelmacher fertigte für das gesamte Camperverdeck 6 neue Seitenteile an. Angepasst an das noch sehr gut erhaltene Dach! Fazit. Luft raus und Konto leer. Ich habe mir zu viel vorgenommen! Sagenhaft was das alles an Zeit und Geld verschlungen hat. Ich wollte eigentlich andere Arbeiten noch erledigen, die ich nun im Herbst 2017 erledigen werde. Positiver Nebeneffekt ist, das ich weniger im nächsten Jahr reparieren muss!

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